Wie erwartet boten die Gäste dem SVS die Stirn und zeigten eine gute Leistung. Mit klugem Aufbauspiel und sicherer Ballführung machten sie den Platzherren lange Zeit Probleme. Doch einmal mehr bewies der SVS Geduld und lauerte auf seine Chancen. In Hälfte 1 gab es davon aber für beide Teams herzlich wenig. Die Gäste scheiterten in der 3. Min. knapp, als Aktas daneben zielte. In der 31. Min. schoss Bukoshi einen Freistoß vorbei - das war es dann schon. Der SVS hatte die beste Möglichkeit durch Schäfer nach 25 Minuten, und Mössners schöner Freistoß landete in der 37. Minute nur am Außennetz. Bis zur Pause sahen die 300 Zuschauer eine recht verhaltene Partie, in der sich beide Teams neutralisierten.
Erst nach etwa einer Stunde wurde die Begegnung richtig munter. Der SVS drängte nun mehr auf die Entscheidung. Nach schönem Paß zog Schäfer in der 68. Min. auf und davon, umkurvte Gästeschlußmann Sauer und wurde elfmeterreif zu Fall gebracht; den Abpraller schoss aber Starsetzki zum 1:0 für den SVS in die Maschen. Kurz darauf eine herrliche Aktion, Schäfer flankt scharf nach innen, doch P. Gondorf kommt um einen Sekundenbruchteil zu spät. In der 74. Min. dann die kalte Dusche für Spielberg. Ein schön vorgetragener Gästeangriff wurde zunächst geblockt, doch ein eigentlich völlig verunglückter Schuss von Gästestürmer Fetzer prallt vom Rücken eines Spielbergers ins eigene Netz, und es stand 1:1. Martin Flecks Elf bewies Moral und setzte sofort nach. Der Druck auf das Walldorfer Tor erhöhte sich und der weit aufgerückte Linksverteidiger Merkle schoss in der 76. Minute einen abgewehrten Ball aus 15 Metern präzise ins lange Eck zum 2:1, und das war gleichzeitig der Siegtreffer. Der SVS schien noch nicht genug zu haben und erarbeitete sich weitere Chancen. 3 Minuten nach dem 2:1 verfehlte Starsetzki haarscharf das Gästetor, und 2 Minuten vor Ende war es P. Gondorf, der eine dicke Möglichkeit vergab.
Alles in allem zwar ein zwar schwerer, aber klar verdienter Sieg für Spielberg. Wie sagte Trainer Fleck nach dem Spiel: "Die Verbandsliga ist stark, und jedes Spiel ist schwer. Da kann man nicht ständig tolle Spiele erwarten. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden." Recht hat er! Wir sind nämlich auch sehr zufrieden! 5 Spiele - 5 Siege - das ist mehr, als wir alle vor Saisonstart erträumt haben.
Bericht: Reinhard Haas
SV Spielberg: Riedinger, Zehender, Bischof, Benz, Merkle, Schäfer (89. Kull), Mößner (87. Hornberger), di Giorgio (56. Starsetzki), P. Gondorf, Kappler, Zimmermann.
Schiedsrichter: Andreas Bischof (Külsheim-Hundheim)
Tore: 1:0 Daniel Starsetzki (68.), 1:1 Eigentor (74.), 2:1 Patrick Merkle (76.)