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Mit der Punkteteilung beim Gipfeltreffen des Tabellenzweiten gegen den Spitzenreiter hat der SVS sein Soll erfüllt. Vor allem deshalb, weil man mit dem Remis den Verfolger VfR Mannheim auf Dreipunkte-Abstand halten konnte. Vor Spielbeginn war klar, dass sich zwei Mannschaften begegnen, die Bestmarken setzen. So trafen die stärkste Abwehr der Liga (VfR, 9 Tore) und der beste Angriff (SVS, 39 Tore) aufeinander. Kein Wunder, dass sich die Teams in den Anfangsminuten neutralisiert haben. Außerdem war der Beginn geprägt von gegenseitigem Abtasten, Taktik und Nervosität. Optische Vorteile hatten anfänglich die Gastgeber und sie konnten nach zehn Minuten erstmals gefährlich in den Strafraum des SVS eindringen, doch Simon Zimmermann war für den SVS zur Stelle. Umgekehrt waren Strafraumszenen für den SV Spielberg Mangelware. Der Spielaufbau der Elf von Martin Fleck wurde früh gestört und die Mannschaft fand nicht zu ihrem gewohnten Rhythmus. So musste sich bei einem der Gegenzüge Torwart Norman Riedinger in der 26. Minute mächtig strecken, um einen 20-Meter-Schuß des VfR- Stürmer Arslan unschädlich zu machen. Nachdem in der 36. Minute ein Treffer für die Mannheimer wegen Abseitsstellung keine Anerkennung fand, musste der SV Spielberg zwei Minuten später durch einen Handelfmeter von Ercan Arslan den Rückstand zum 1:0 hinnehmen. Äußerst unglücklich war der Strafstoß zu Stande gekommen, denn nach einer Hereingabe von rechts war Simon Zimmermann ausgerutscht und der Ball gegen seinen Arm geprallt. Mit der Mannheimer Führung ging es in die Pause und in den Gesichtern des zahlreichen Spielberger Anhangs spiegelte sich wenig Optimismus.
Dies sollte sich nach Wiederanpfiff ändern, denn der SVS zeigte sich jetzt aggressiver, das Spiel wurde offener und fand auf Augenhöhe statt. Ausgezahlt haben sich diese Bemühungen für den SVS erstmals in der 55. Minute durch den Ausgleichstreffer zum 1:1 von Alexander Merkel. Er setzte sich in bewundernswerter Weise gegen mehrere Abwehrspieler bis in den Strafraum durch und vollstreckte mit einem Flachschuss ins rechte Eck. Jetzt bekam die Partie Farbe, Spannung und schließlich den erwarteten Charakter. Beide Teams suchten die Entscheidung und es wurde nichts geschenkt. Den offiziell 650 Zuschauern wurde ein intensiv geführtes Spiel geboten. Jubel auf Seiten der Mannheimer gab es in der 69. Minute. Ein mustergültiger Pass in den Strafraum des SVS erreichte den mit bisher zehn Treffern besten Torschützen des VfR, Kaan Erdogdu, der sich auch diese Chance nicht entgehen ließ und seine Farben mit 2:1 in Führung brachte. Der SVS gab sich aber nicht auf, zeigte Moral und Kampfbereitschaft. Lohn für diese Einstellung gab es bei einem Eckball von Marius Mößner. Sein scharf hereingeschlagener Ball von der Eckballfahne überraschte VfR-Torwart Levent Cetin derart, dass dieser auf der Torlinie balancierend das Leder nur noch in die eigenen Maschen zum 2:2 ablenken konnte (74.). In der letzten viertel Stunde des Spiels verstand es die Elf von Martin Fleck die Partie weiter offen zu halten und einen nicht unverdienten Punkt mit nach Hause zu nehmen. Einen Punkt, der am Ende von großer Bedeutung sein könnte.
Bericht: Rudi Haas |